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Auf nach Steyr: Dort gibt‘s „Arbeit.Wohlstand.Macht“

Die 33. Landesausstellung hat ihre Pforten geöffnet. Unter dem Titel „Arbeit.Wohlstand.Macht“ können Besucher an drei Ausstellungsorten in Steyr den Entwicklungen von Gesellschaft und Arbeitswelt auf den Grund gehen.

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Innovation schafft Arbeit. Arbeit wiederum ist Grundlage für Wohlstand und soziale Sicherheit. Dieses Prinzip zeigt sich in der Geschichte Oberösterreichs und der diesjährigen Landesausstellung in Steyr. Vergangenen Samstag öffnete „Arbeit.Wohlstand.Macht“ seine Pforten.

Erster Besucher war Landeshauptmann Thomas Stelzer, der die Ausstellung feierlich eröffnete. „Das Besondere an dieser Landesausstellung ist, dass wir nicht nur historische Ereignisse behandeln, sondern auch Entwicklungen der Gegenwart und Fragestellungen der Zukunft thematisieren. Innovation ist in der DNA Oberösterreichs verankert und macht unsere Region bis heute zu einem besonderen Standort in Europa.“ Gerade die aktuelle Corona-Krise beweise, dass Arbeit schaffen und sichern noch immer oberste Priorität habe. Die Öffnung der Landes­ausstellung sei ein Signal in Richtung Neubeginn des kulturellen Lebens.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (l.) eröffnete die Landesausstellung. Die wissenschaftlichen Leiter Herta Neiß und Michael John mit Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl.

Wie Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft in Steyr lebten

Mit ihrer tausendjährigen Geschichte ist die Stadt Steyr prädestiniert für eine Landesausstellung über Arbeit, wirtschaftlichen Erfolg, Wohlstand und Krisen. „Die Ausstellung ist ein Versuch, die Geschichte der Stadt Steyr neu zu schreiben. Im Mittelpunkt stehen: Adel, Bürgertum, Arbeiterschaft – übersetzt mit den Begriffen Arbeit, Wohlstand, Macht“, erklärt der wissenschaftliche Leiter Michael John. Seine Kollegin Herta Heiß ergänzt: „Ziel ist es, Geschichte hautnah erlebbar zu machen und die Menschen dafür zu begeistern.“

Geschichte sehen, spüren, anfassen und verstehen können Besucher an den drei Ausstellungsorten: Schloss Lamberg, Innerberger Stadel und dem Museum Arbeitswelt. Passend zu ihrer Historie zeigen sie das Leben von Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft.

Schloss Lamberg:Im ehemaligen Heim des Adelsgeschlechts Lamberg war lange Zeit „Macht“ zuhause. Der Graf von Lamberg verhandelte einst den westfälischen Frieden aus, Kaiser und Thronfolger kamen zum Besuch. Eine nichtstandesgemäße Ehe mit der Tochter eines Verwalters (Katharina von Lamberg, Frau am Sujet) führte zum Statusverlust und Niedergang der Adelsfamilie. Mehr hierzu erfahren Besucher in den Prunkräumen des Schlosses. Dort erhalten sie auch einen Einblick in die Freizeitaktivitäten der adeligen Kreise.

Innerberger Stadel:Lange diente der schöne Renaissancebau als Handelshaus. Heute zeigt er die private Welt des Steyr Bürgertums. Handel und Unternehmertum brachten seinen Vertretern großen Wohlstand. So auch Josef Werndl. Der Waffenproduzent und Elektrizitätspionier trägt heute noch den Beinamen „König von Steyr“. Doch der Erfolg war nicht immer von Dauer. Auch Krisen prägen die Geschichte von Steyr. Ersichtlich wird das in einem Zeitraffer der mit dem Aufstieg durch Innovation vom 19. bis ins 21. Jahrhundert endet.

Museum Arbeitswelt:Hier werden die Themen Arbeit, Arbeiterschaft und Arbeitswelt präsentiert. Besucher tauchen in die Welt der Industrialisierung, der Fabriken und der Gewerbe ein. Die „Stadt der Fahrzeuge“ mit Klassikern „made in Steyr“ lässt die Herzen von Autofans höherschlagen.

Ganz Steyr ist Landesausstellung

Der Geist der Vergangenheit ist aber nicht nur an den Ausstellungsorten spürbar. Nein, auch in ganz Steyr. Ein neues Wegeleitsystem ermöglicht es Besuchern die reizvolle Stadt und ihre historischen Schauplätze entlang des Zusammenfluss von Enns und Steyr zu erkunden. Konzerte, Freiluftkino, Impulsreferat, Diskussionsrunden uvm. sollen den öffentlichen Raum zum Begegnungsort machen.

Auch die Stadt Steyr ist Teil der Landesausstellung.

Auf nach Steyr: Dort gibt‘s „Arbeit.Wohlstand.Macht“

Weitere Informationen sind aufwww.landesausstellung.atzu finden.

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