BvB Bilanz 2025

Copyright © Bioalpin eGen/Gerhard Berger

BIO vom BERG setzt stabiles Wachstum fort

Die Erzeugergenossenschaft Bioalpin mit ihrer Marke BIO vom BERG blickt auf ein solides Geschäftsjahr zurück. 2025 stand wieder klar im Zeichen des Wachstums.

„Die Entwicklung zeigt, dass es eine überzeugte Kundenschicht gibt, die unsere Produkte und unser Werteversprechen bewusst nachfragt. Nach einer kurzen Phase der Stagnation infolge der Inflation sehen wir wieder eine verlässliche Nachfrage und ein ansprechendes Wachstum“, sagt Simon Wolf, Obmann der Bioalpin.

Gewachsene Partnerschaft

Größter Absatzpartner bleibt MPREIS. Über den Tiroler Lebensmitteleinzelhändler erzielte Bioalpin einen Umsatz von 12,6 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent entspricht. „MPREIS ist für BIO vom BERG weit mehr als ein Vertriebskanal. Die Partnerschaft gibt unseren Produzentinnen und Produzenten Stabilität und Planungssicherheit“, betont Björn Rasmus, Geschäftsführer von Bioalpin. „Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist diese Verlässlichkeit von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass BIO vom BERG weiterhin ein starker Partner und ein Kernelement in der Positionierung von MPREIS als Tiroler Lebensmitteleinzelhändler ist.“ 

Auch Tirols führender regionalen Lebensmittel-Einzelhändler unterstreicht den Wert der Zusammenarbeit. Ingo Panknin, Mitglied der Geschäftsführung von MPREIS, sagt: „BIO vom BERG ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil unserer regionalen Ausrichtung. Die Marke steht für glaubwürdige Herkunft, hohe Qualität und eine enge Verbindung zu den Produzentinnen und Produzenten. Dass sich BIO vom BERG auch in einem herausfordernden Marktumfeld positiv entwickelt, bestätigt, dass dieses Profil von unseren Kundinnen und Kunden geschätzt wird. Für uns ist die Zusammenarbeit Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses von Regionalität und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Ingo Panknin, Mitglied der Geschäftsführung von MPREIS.

Ohne unsere Produzentinnen und Produzenten gäbe es keine Bio-Produkte. Wir brauchen diese Vielfalt. Sie ist die Grundlage für Qualität, für Glaubwürdigkeit und bewahrt unsere Tiroler Bio-Landwirtschaft vor Austauschbarkeit.

Simon Wolf

Obmann Bioalpin

Erträge bleiben Herausforderung

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Tiroler Bauernprodukte GmbH belief sich der Umsatz der Bioalpin eGen im Vorjahr auf 17,2 Millionen Euro (+7,6 Prozent). Trotz des Umsatzwachstums bleibt die Ertragslage angespannt. Der genossenschaftliche Auftrag ist klar definiert: Die Wertschöpfung soll in erster Linie bei den Erzeugerinnen und Erzeugern ankommen. Spielräume für Rücklagen auf Seiten der Genossenschaft Bioalpin bleiben begrenzt.

„Unsere Umsätze entwickeln sich gut, die Erträge sind weiterhin verbesserungswürdig“, so Wolf, der festhält: „Das ist kein Widerspruch, sondern Ausdruck unseres Geschäftsmodells. Dennoch müssen wir perspektivisch Rücklagen aufbauen, um resilienter zu werden.“

Bioalpin als Dienstleistungs-Knotenpunkt

Heute versteht sich die Genossenschaft zunehmend als professionelle Dienstleistungsinstanz für ihre Mitglieder – von Produktentwicklung und Deklaration über Gestaltung und Disposition bis hin zu Vertrieb, Datenmanagement und einem umfassenden Marketingauftritt. In den vergangenen Jahren investierte Bioalpin gezielt in Infrastruktur und Personal, um diese Schlagkraft sicherzustellen.

„Gerade in einem Umfeld steigender Kosten gewinnen Synergien immer mehr an Bedeutung. Wir nehmen unseren Mitgliedern vielfältige Aufgaben ab, bündeln Kompetenzen, schaffen Zugang zu Märkten und sichern Prozesse. Unsere Mitglieder erhalten damit Strukturen, die einzeln nicht leistbar wären. Viele Betriebe können sich dadurch ganz auf die Produktion konzentrieren. Gleichzeitig verfolgen wir als Bioalpin eine klare Wachstumsstrategie“, betont Bioalpin-Geschäftsführer Björn Rasmus.

Tiroler Bauern Produkte als Wachstumstreiber

Ein Hebel der positiven Gesamtentwicklung ist die gemeinsam mit der Agrarmarketing Tirol etablierte Tochtergesellschaft Tiroler Bauernprodukte. Über sie konnten neue Absatzkanäle erschlossen und komplexe Projekte umgesetzt werden – von der Belieferung von Großküchen in Tirol und Wien bis hin zur Präsenz bei internationalen Sportveranstaltungen. Produkte von BIO vom BERG waren zuletzt unter anderem beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel und beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen präsent. Auch die Besucher des Tirol Hauses im Rahmen der Olympischen Spiele in Cortina/Milano kommen in den Genuss von Produkten aus bäuerlicher Bio-Berglandwirtschaft.

Deutschland rückt stärker in den Fokus

Parallel dazu richtet man den Blick verstärkt auf den deutschen Markt. Die größte deutsche Bio-Supermarktkette dennree, Naturkostfachhandel-Größen wie Weiling oder LPG Berlin zählen inzwischen zu den Abnehmern. „Der deutsche Biomarkt bietet mit hohen Wachstumsraten großes Potenzial. Der Umsatz mit biologisch erzeugten Lebensmitteln hat 2025 in Deutschland 18 Milliarden Euro überschritten. Gleichzeitig hinkt die Produktion der deutschen Bio-Produzenten dieser Nachfrage hinterher. Das eröffnet uns vielversprechende Chancen“, erörtert Björn Rasmus.

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Unterstreichen die gewachsene Partnerschaft zwischen BIO vom BERG und MPREIS (v. l.): Ingo Panknin (MPREIS), Simon Wolf (Bioalpin) und Björn Rasmus (Bioalpin).

Gemeinsamer Auftritt mit der Bio Metzgerei Juffinger auf Weltleitmesse „Biofach“

Die Präsenz auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg vom 10. – 13. Februar unterstreicht den Kurs Richtung Deutschland. BIO vom BERG tritt dort zunehmend selbstbewusst auf – als Marke, die für familiär geprägte, bergbäuerliche Bio-Landwirtschaft steht. Im Verbund mit der Marke Tirol positioniert sich BIO vom BERG in Nürnberg als kulinarischer Botschafter eines Landes, dessen hohe Erholungsqualität auf einer nachhaltig bewirtschafteten Kulturlandschaft beruht.

Ziel: Kleinstruktur sichern und Vielfalt bewahren

Trotz der positiven Marktsignale bleibt die Situation vieler kleinstrukturierter Betriebe herausfordernd. Gestiegene Kosten setzen die Produzenten unter Druck. Bioalpin sieht sich hier klar in der Verantwortung, als Dienstleister Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. „Ohne unsere Produzentinnen und Produzenten gäbe es keine Bio-Produkte. Wir brauchen diese Vielfalt. Sie ist die Grundlage für Qualität, für Glaubwürdigkeit und bewahrt unsere Tiroler Bio-Landwirtschaft vor Austauschbarkeit. All das gilt es für die Zukunft zu bewahren“, so Simon Wolf.