Knapp 40 Teilnehmende trafen sich in der Produktionsküche der Riml Gastrobetriebe in Längenfeld, um sich auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen.
Ziel des Formats ist es, Landwirtschaft und Gastronomie stärker miteinander zu vernetzen und so den Einsatz regionaler Produkte in der heimischen Gastronomie nachhaltig auszubauen. „Im Ötztal haben wir schon mehrfach bewiesen, dass wir nicht nur darüber reden, sondern auch handeln. Genau dafür ist diese Initiative da: das gegenseitige Verständnis von Produzenten und Gastronomen zu fördern und damit die konkrete Zusammenarbeit zu ermöglichen“, betonte Raphael Kuen, Lebensraum Ötztal Manager.
Praxis statt Theorie
Gastgeber Florian Wedde, Geschäftsführer der Riml Gastrobetriebe, gewährte den Teilnehmern Einblicke in die täglichen Abläufe eines Großbetriebs. Allein in der laufenden Wintersaison wurden bereits rund 30 Tiroler Almrinder im Ganzen verarbeitet: von Edelteilen bis hin zu Gulasch- und Suppenfleisch. Insgesamt kommen bei den Riml Gastrobetrieben rund 20 Tonnen Tiroler Almrind pro Jahr zum Einsatz, ergänzt durch österreichische Ware. Auch heimische Milchprodukte, etwa für Kasknödel, sind fixer Bestandteil der Küche. „Wir wollen noch mehr heimische Produkte einsetzen. Grundlage ist die Qualität und Verfügbarkeit, die den Anforderungen der Gastronomie entspricht“, so Wedde. Gleichzeitig sei die Zusammenarbeit ein Lernprozess auf beiden Seiten. „Offen und ehrlich zu kommunizieren ist entscheidend. Wenn etwas nicht funktioniert, dann arbeitet man gemeinsam an Verbesserungen.“ Ein sichtbarer Erfolg des ersten Vernetzungstreffens: In der Produktionsküche der Riml Gastrobetriebe werden mittlerweile rund 500 Kilogramm Kuh- und Ziegenkäse aus dem Ötztal weiterverarbeitet. Bei der jüngsten Zusammenkunft vereinbarte Gastgeber Wedde ebenso die Abnahme von Ötztaler Milch. Damit zeigt sich, dass die Veranstaltung nicht nur dem Kennenlernen dient, sondern konkrete regionale Lieferbeziehungen ermöglicht.
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Agnes Mrak (Ötztaler Quellfisch) zeigte anhand ihrer Sushi-Kreationen, wie variantenreich sich die heimische Produkte einsetzen lassen.
Starke Partner
Neben Gastronomen und Produzenten nahmen auch Vertreter zentraler Institutionen teil, darunter die Landwirtschaftskammer Tirol, Agrarmarketing Tirol, der Naturpark Ötztal sowie bäuerliche Interessenvertretungen. Hervorgehoben wurde das Projekt „Tiroler Almrind“, das von Rinderzucht Tirol gemeinsam mit Agrarmarketing Tirol entwickelt wurde und regionale Kreisläufe stärkt. Der Tenor: Regionalität funktioniert dann besonders gut, wenn sie über einzelne Betriebe hinaus gedacht und strukturiert umgesetzt wird.
Das Vernetzungsformat soll weitergeführt und ausgebaut werden. „Es darf wachsen – Schritt für Schritt. Entscheidend ist, dass Landwirtschaft und Tourismus aufeinander zugehen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, erklärt Raphael Kuen.
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