Mit dem Projekt „Zukunftsstrategie Marktfruchtbau“ setzt die LK Niederösterreich einen Impuls für die Ackerbauern im Land. Ihre Betriebe sollen wirtschaftlich wieder stabiler werden, so das erklärte Ziel. Angesichts massiv gestiegener Produktionskosten und anhaltend niedriger Erzeugerpreise will man nicht länger nur reagieren, sondern aktiv gegensteuern.
Die vergangenen Jahre haben viele Betriebe stark belastet. Pandemie, geopolitische Konflikte und volatile Märkte ließen Energie, Dünger, Pflanzenschutz, Maschinen und Investitionen deutlich teurer werden. Gleichzeitig bewegen sich die Preise für Getreide, Ölsaaten, Mais, Zuckerrüben und Erdäpfel auf niedrigem oder stark schwankendem Niveau. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen geht immer weiter auseinander.
LK-Vizepräsident Lorenz Mayr, selbst Ackerbauer, sieht darin ein strukturelles Pro-blem. „Wenn wir jetzt nicht strategisch handeln, verlieren wir schrittweise an Wettbewerbsfähigkeit“, betont er. Genau hier setzt das Projekt an.
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Lorenz Mayr: „Wir wollen aktiv das Heft des Handelns in die Hand nehmen.“
Gesamtbetrieb im Blick
Ziel sei es, tragfähige Perspektiven für Marktfruchtbetriebe zu entwickeln. Kurz-, mittel- und langfristige Strategien sollen zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen. Im Zentrum steht eine umfassende Analyse aller Kosten- und Erlösbereiche. Nicht einzelne Stellschrauben, sondern das gesamte betriebliche Gefüge wird betrachtet.
Breit besetzte Arbeitsgruppen mit Funktionären aus allen Regionen sowie Fachleuten aus der Kammer und dem gesamten Sektor tragen das Projekt. Seit 9. und noch bis 24. Februar finden landesweit Workshops statt. Diskutiert werden politische Rahmenbedingungen, unternehmerische Potenziale und Unterstützungsangebote. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr gebündelt präsentiert werden. Mit Blick auf die künftige
EU-Agrarpolitik warnt Mayr vor Kürzungen und zusätzlichen Auflagen. Eine GAP mit weniger Budget gefährde Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit zusätzlich.
Chancen aktiv nutzen
Trotz der angespannten Lage sieht Mayr Möglichkeiten. Niederösterreich sei das zentrale Ackerbauland Österreichs. Effizienzsteigerungen, Digitalisierung, Kooperationen und neue Vermarktungswege seien Ansatzpunkte. „Wir wollen das Heft des Handelns in die Hand nehmen und aktiv gestalten“, so Mayr.
Was Betriebe jetzt brauchen, seien konsequente Kostenanalysen, funktionierende Risikoinstrumente und marktorientierte Strategien. Die Zukunftsstrategie soll konkrete, dauerhaft wirksame Maßnahmen ableiten.
Erfolg bedeutet für Mayr stabile Betriebsergebnisse, Investitionsbereitschaft und Perspektiven für die nächste Generation. Gelingt das, wäre das Projekt ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Stärkung des niederösterreichischen Marktfruchtbaus.
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