Egal ob Drahtwurm, Erdraupe oder Maiswurzelbohrer. Der Mais hat in seiner ersten Wachtumsphase nicht nur mit der Konkurrenzkraft gegenüber Unkraut, sondern auch mit Fraßschädlingen zu kämpfen.
Insektizide Granulate und Beizen
Seit Jahren bewährt haben sich Insektizidgranulate zur Saat, etwa Force Evo, Karate 0.4 GR, Spintor GR, Belem 0,8 MG und Picador 1,6 MG. Auch insektizide Saatgutbeizen schützen Mais im Wurzelbereich nach wie vor gut vor Fraßfeinden.
Doppelt hält besser
Auch 2026 steht gegen den hartnäckigen Drahtwurm wieder die insektizide Beize Force 20 CS zur Verfügung, welche über denselben Wirkstoff wie das Force-Evo-Granulat wirkt. Geschädigt wird der Drahtwurm dabei über direkten Kontakt und über die sogenannte Dampfphase im Radius von drei Zentimeter rund um das Korn. Für eine ausreichende Wirkung darf die Saatgutablage hier allerdings nicht zu tief erfolgen.
Bei starkem Drahtwurm- oder Maiswurzelbohrerdruck empfehlen die LK-Experten aufgrund der niedrigeren Wirkstoffkonzentration in der Beize zusätzlich den Einsatz des Granulats Force Evo, wenn auch mit reduzierter Aufwandmenge. Hier sollen bereits zwölf Kilogramm je Hektar ausreichend sein.
Systemische Beizen als Neulinge
Heuer neu am Markt sind zwei systemische Saatgutbeizen, nämlich Fortenza aus dem Hause Syngenta und Lumiposa 625 FS vom Pflanzenschutzmittelhersteller Corteva.
Beide Präparate basieren auf dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Lumiposa 625 FS ist im Mais gegen Drahtwurmbefall, Maiswurzelbohrer und Erdraupen zugelassen. Fortenza erhielt die Zulassung gegen Erdraupen und Drahtwurmbefall.
Die systemische Wirkung ist laut Angaben der Fachabteilung der LK Niederöstereich ein entscheidender Vorteil gegenüber der klassischen Insektizid-Beize. Mit dieser würden auch bei tieferer Saatgutablage alle unterirdischen Pflanzenteile gegen Schädlingsfraß geschützt. Der Vorteil bei Lumiposa 625 FS im Vergleich zu Fortenza liege in der deutlich höheren Wirkstoffkonzentration am Saatgut. Das große Aber: Wer heuer die Vorteile der neuen Beizen nutzen möchte, muss entsprechend gebeiztes Saatgut ausdrücklich ordern. Eine Nachbeizung sei nämlich nicht möglich.
Vorsicht, dreijährige Frist
Weiters unbedingt zu bedenken ist, dass der Wirkstoff in den systemischen Beizen nicht jährlich verwendet werden darf. Konkret ist in der Zulassung folgendes festgehalten: „Die Aussaat von mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole behandelten Saatgut ist nur alle drei Jahre auf derselben Fläche zulässig. Keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen Mitteln, die diesen Wirkstoff enthalten.“
Cyantraniliprole ist auch in der Rapsbeize Lumiposa/Lumiposa 625 FS und im Insektizid Benevia (Reg.Nr. 4611) enthalten. Benevia ist LK-Angaben zufolge etwa in Kartoffel und in Gemüse zugelassen.
Sollten das Insektizid oder mit dem Wirkstoff gebeiztes Rapssaatgut am Hof Verwendung finden, ist dies jedenfalls in der Planung zu berücksichtigen. Eine Verwendung kann auf ein und derselben Fläche bei Aussaat von so gebeiztem Saatgut in dieser Saison erst wieder zum Anbau 2029 erfolgen.
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