Heumilch Arge Geschäftsführerin Mösl und Obmann Neuhofer stellten die Bilanz in Wien vor.

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Arge Heumilch auf solidem Wachstumskurs

Laut Arge stieg der Umsatz mit Heumilchprodukten im heimischen Lebensmittelhandel vergangenes Jahr um sechs Prozent auf 179 Millionen Euro.

Damit entwickelte sich Heumilch deutlich dynamischer als der Gesamtmarkt, dessen Umsatzplus gegenüber 2024 mit 3,6 Prozent angegeben wird. Insgesamt wurden in Österreich 2025 532 Mio. Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der durchschnittliche Heumilchzuschlag betrug 4,5 Cent je Kilogramm. „Dadurch konnte für unsere Bäuerinnen und Bauern ein Mehrwert von 23 Mio. Euro erwirtschaftet werden“, berichtete Arge-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer diese Woche bei der gut besuchten Bilanz-Pressekonferenz in Wien.

Der Bio-Anteil der Heumilchprodukte nahm um zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent zu. Besonders stark entwickelte sich Käse. Bei einem Anstieg der Produktionsmenge um 6,2 Prozent legte das wichtigste Segment wertmäßig gar um 11,6 Prozent zu. „Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Vermarktungsoffensive greift und die konsequente Qualitätsarbeit unserer  Bäuerinnen und Bauern sowie der Verarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette Wirkung zeigt“, zeigte sich Geschäftsführerin Christiane Mösl zufrieden.  In Österreich soll die Markenbekanntheit bei über 90 Prozent liegen, in Deutschland bei 50 Prozent. Der Großteil der Exporte mit einem Anteil von 60 Prozent geht dorthin.

Stabiles Zukunftsmodell

Der Anteil jener Betriebe, die von konventioneller Milchproduktion auf Heuwirtschaft umgestellt haben, soll sich in den vergangenen neun Jahren von vier auf zwölf Prozent verdreifacht haben. Drei Viertel würden von einer besseren Gesundheit der Tiere berichten. Stolz präsentierte die Arbeitsgemeinschaft mit 6.500 Heumilchlieferanten und 63 verarbeitenden Betrieben aus Österreich und Süddeutschland zudem eine Studie aus 2025: 95 Prozent der Betriebe planen demnach, auch 2030 weiterhin Heumilch zu erzeugen.