Österreichs Weinwirtschaft kann nach dem schwachen Vorjahr durchatmen. Wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen, wurden 2025 insgesamt 2,56 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Das entspricht einem Plus von 37 Prozent gegenüber 2024 und liegt um 11 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Ausschlaggebend waren günstige Witterungsbedingungen mit ausreichendem Niederschlag, ohne großflächige Frost- oder Hagelschäden. Warme Tage und kühle Nächte in der Reifephase sorgten zudem für eine qualitativ vielversprechende Lese.
Vor allem der Weißwein legte deutlich zu. Mit 1,86 Millionen Hektolitern wurde um 44 Prozent mehr produziert als im Vorjahr und um 15 Prozent mehr als im Fünfjahresmittel. Die Rotweinmenge stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 701.000 Hektoliter und lag damit exakt im Schnitt der letzten fünf Jahre.
Zuwächse in allen Weinbaugebieten
Alle großen Weinbauregionen verzeichneten 2025 ein Produktionsplus. In Niederösterreich wurden 1,70 Millionen Hektoliter eingebracht, ein Anstieg von 44 Prozent gegenüber 2024. Besonders das Weinviertel, das rund die Hälfte der Rebfläche des Bundeslandes stellt, erreichte mit knapp einer Million Hektolitern ein starkes Ergebnis.
Das Burgenland kam auf 582.900 Hektoliter und lag damit 16 Prozent über dem Vorjahr, blieb jedoch knapp unter dem Fünfjahresdurchschnitt. In der Steiermark fiel das Plus mit 54 Prozent besonders deutlich aus. Auch Wien verzeichnete mit 38 Prozent ein kräftiges Wachstum.
Bei Qualitäts- und Prädikatsweinen stieg die Produktion um 30 Prozent auf 2,27 Millionen Hektoliter. Besonders weiße Qualitätsweine entwickelten sich dynamisch, während Rotweine moderater zulegten. Auffällig ist zudem der starke Anstieg bei Wein und Landwein inklusive Sturm, der sich gegenüber 2024 mehr als verdoppelte.
Lagerbestände auf Siebenjahrestief
Trotz der starken Ernte bleibt die Versorgungslage angespannt. Der Weinbestand zum Stichtag 31. Juli 2025 lag bei 2,65 Millionen Hektolitern und damit um 13 Prozent unter dem Vorjahr. Es ist der niedrigste Stand seit sieben Jahren. Vor allem beim Weißwein gingen die Bestände deutlich zurück.
Auch bei Qualitäts- und Prädikatsweinen sanken die Lager auf 2,11 Millionen Hektoliter. Der Rückgang ist vor allem eine Folge der schwachen Ernte 2024. Für die Betriebe bedeutet das: Die gute Ernte 2025 kommt zur rechten Zeit, um den Markt wieder stabiler zu versorgen.
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