Schweinehälften aufgehängt

Copyright © agrarfoto.com

Schweinemarkt KW 07/'26: Überhänge weitestgehend abgebaut

Die europäischen Schlachtschweinemärkte präsentieren sich zunehmend ausgeglichener. In vielen Regionen sind die Überhänge weitestgehend abgebaut, gleichzeitig schränkt der stockende Fleischmarkt den Spielraum ein. Dennoch dominieren in immer mehr Ländern stabile Preise, nur vereinzelt wird noch von Abschlägen berichtet. Für die kommenden Wochen werden teilweise bereits Aufschläge erwartet.

Deutschland - Am Schlachtschweinemarkt hat der Angebotsdruck in den vergangenen Tagen deutlich nachgelassen und die Überhänge haben sich in vielen Regionen vollständig aufgelöst. Die Vermarktung schlachtreifer Schweine verläuft spürbar zügiger, wobei sich die Nachfrage der Schlachtunternehmen ausreichend decken lässt. Die eingelagerten Mengen an Schweinefleisch lagen im gesamten Jahr 2025 um 3 Prozent unter der eingelagerten Menge des Vorjahres. Im Vergleich zum Jahr 2022 lag der Schweinefleischbestand sogar um 46 Prozent niedriger.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es vom Export aus Philippinen: Das philippinische Landwirtschaftsministerium hat neue Regelungen zur Einfuhr von Schweinefleisch erlassen. Zentrales Element der Ende 2025 verabschiedeten Regelung ist ein Regionalisierungskonzept, dass die Anerkennung ASP-freier Zonen innerhalb exportierender Länder gemäß den Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) ermöglicht. Für Länder wie Deutschland oder Spanien bedeute dies aktuell zwar keine sofortige Marktöffnung, schaffe aber erstmals den rechtlichen Rahmen für künftige Exporte aus nicht betroffenen Regionen. Eine bilaterale Anerkennung könne in Kraft treten, sobald die obersten Veterinärbeamten beider Länder das Abkommen unterzeichnen und das Landwirtschaftsministerium der Philippinen eine entsprechende Anordnung erlassen haben. Damit könnte der Marktdruck in der EU aus Spanien in absehbarer Zeit abnehmen.

Österreichischer Markt ist ausgeglichen

In Österreich befindet sich der Schlachtschweinemarkt gerade in der Wende von Überversorgung in Richtung Nachfrage. Absatzmäßig macht leider die Faschingswoche den Abnehmern jährlich einen Strich durch die Rechnung, da die Nachfrage hier empfindlich nachlässt. Damit wurde auch auf unverändert notiert. Die Aussichten für die kommenden Wochen sind aber klar durch ein geringeres Angebot geprägt und die Nachfrage beginnt traditionell Ende Februar Anfang März zu steigen. Damit sollte auch ein Wendepunkt beim empfindlich tiefen Schweinepreis für die Landwirtschaft erreicht sein.

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,39 (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,72 (+/- 0,00)