Ein neues Jahr beginnt in der Landwirtschaft selten mit großem Feuerwerk. Meist kommt es leise daher: mit kalten Morgen, Raureif auf den Feldern und vertrautem Blick in Stall und Hof. Und doch liegt in diesen Tagen etwas Besonderes – die Chance auf einen Neuanfang. Dieses „neu anfangen“ ist seit jeher Teil des bäuerlichen Alltags. Jedes Jahr einer bäuerlichen Familie verlangt neue Entscheidungen, neue Pläne, neue Anpassungen. Gerade das alte Jahr hat gezeigt, wie viel gleichzeitig auf die Landwirtschaft einwirkt: wirtschaftlicher Druck, politische Diskussionen, gesellschaftliche Erwartungen, eigene Wünsche an sich selbst. Für einen Berufsstand, der mit Risiken lebt, ist das nichts Neues – aber die Dichte der Herausforderungen hat zugenommen. Sie war vielleicht niemals so mehrdimensional wie dieser Tage. Gerade deshalb tut es gut, zum Jahresbeginn innezuhalten, anstatt mit ewig vielen Vorsätzen und Vollgas wegzustarten.
Jetzt schlägt man die berühmte erste Seite des Buches 2026 auf und darf sich fragen: Was trägt den Betrieb? Was kostet mehr Kraft, als es bringt? Wo wäre ein Kurswechsel möglich und klug? Und wo kann ich mir helfen lassen? 2026 wird keine einfachen Antworten liefern. Aber es bietet die Chance, bewusst weiterzugehen. Nicht getrieben von jeder Schlagzeile, nicht gelähmt von jeder Kritik. Sondern mit dem Selbstbewusstsein eines Berufsstandes, der weiß, was er kann – und was er leistet. Und mit der Zuversicht einer älteren Bäuerin aus Tirol, die ich 2025 treffen durfte, die weise meinte: „Es is oiwei nu ois recht woan!“
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))