Wie die jüngste, ohne greifbare Resultate zu Ende gegangene UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém einmal mehr zeigte, sind Verhandlungen für internationale Umweltabkommen sehr mühsam. Auch Gespräche zur Eindämmung von Plastikmüll oder für den Erhalt der Artenvielfalt schleppen sich schon seit Jahren ohne Fortschritte dahin. Allerdings ist es die Mühe wert, nicht nachzulassen – wie zum Beispiel das Montreal-Abkommen zur Bekämpfung des Ozonlochs beweist. 1989 einigte sich die Staatengemeinschaft nach jahrelangen Gesprächen darauf, FCKW zu verbieten – weil diese Substanzen das Ozon in der Atmosphäre zerstören, wodurch krebserregende UV-Strahlung ungehindert zur Erdoberfläche durchdringen kann. Dieses Problem hat die Menschheit gemeistert: Das Ozonloch wird von Jahr zu Jahr wieder kleiner. Eine weitere große Erfolgsgeschichte sind die europäischen Abgasbeschränkungen („Euro“-Normen), deren Aushandlung stets für viel Wirbel sorgte. Wie Grazer Forscher nun vermeldeten, sind diese Vorschriften dermaßen erfolgreich, dass das ursprüngliche Problem – die Emissionen aus dem Verbrennungsmotor – heute bei der Feinstaubbelastung kaum mehr eine Rolle spielt: 90 Prozent des verkehrsbedingten Feinstaubs stammen mittlerweile aus dem Abrieb von Bremsen und von Reifen – das sind nun die nächsten Bereiche, um die wir uns kümmern müssen. Diese beiden Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass es sich tatsächlich auszahlt, bei solchen Verhandlungen einen langen Atem zu haben. Denn ohne intakte Umwelt schaut unsere Zukunft düster aus.
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