Bei der Frühjahrsdüngung spielt neben Stickstoff auch Schwefel eine bedeutende Rolle: Schwefel beeinflusst die Umsetzung von Stickstoff, daher ist eine ausreichende Schwefelversorgung notwendig für eine effiziente Aufnahme des gedüngten Stickstoffs.
Was passiert mit dem Schwefel im Boden?
Ähnlich wie Stickstoff kommt Schwefel in organischer Form im Boden vor und kann somit von den Pflanzen nicht direkt aufgenommen werden. Erst bei Temperaturen ab etwa 10-12°C, ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Sauerstoff wird Schwefel mit Hilfe von Mikroorganismen im Boden aus organischen Stoffen freigesetzt. Dabei entsteht das für die Pflanzen sofort aufnehmbare Sulfat.
Ähnlich wie Nitrat ist Sulfat auswaschungsgefährdet. Über den Winter kann Sulfat daher aufgrund fehlender Pflanzenaufnahme ausgewaschen werden, was einen Mangel im Frühjahr begünstigt.
Woran erkennt man einen Schwefelmangel?
Ein Schwefelmangel äußert sich durch Gelbfärbung der jungen, wachsenden Blätter. Dies unterscheidet ihn vom Stickstoffmangel, bei dem zuerst die älteren Blätter betroffen sind.
Wie viel Schwefel benötigen Getreide und Raps?
Der Schwefelbedarf von Getreide ist mittelmäßig und liegt bei ca. 50–70 kg SO3/ha (= 20–30 kg S/ha). Ein Schwefelmangel kann bereits bei sehr jungen Pflanzen auftreten, daher ist es wichtig die Pflanzen über NPK- oder Stickstoff-Schwefel-Dünger mit ausreichendem Schwefelgehalt zu versorgen.
Der höhere Schwefelbedarf von Raps von 75-100 kg SO3/ha (= 30-40 kg S/ha) wird in der Regel durch schwefelhaltigen Grunddünger im Herbst und schwefelhaltigen N-Düngern im Frühjahr (DASA®, ENSIN PLUS®) gedeckt.
Wie reagiert die Pflanze auf Schwefelmangel?
Ein Schwefelmangel verringert die Anzahl der Ähren pro Quadratmeter sowie die Anzahl der Körner pro Ähre, was zu Ernteausfällen von bis zu 1-1,5 Tonnen pro Hektar führen kann. Ein Schwefelmangel wirkt sich jedoch nicht nur negativ auf die Erntemenge, sondern auch auf den Proteingehalt aus, da eine bestimmte Menge Schwefel für eine effiziente Stickstoffverwertung erforderlich ist.
Für Raps ist Schwefel ein besonders wichtiger Nährstoff, der ein grundlegender Bestandteil der Fettsäuresynthese ist, sodass sein Mangel den Ölgehalt erheblich beeinflusst Ein Kilogramm Schwefel beeinflusst die Umsetzung von 10 kg Stickstoff. Sein Mangel bewirkt oft starken Befall mit Schädlingen.
Was sind die Wechselwirkungen zwischen Stickstoff und Schwefel?
Die Elemente Stickstoff und Schwefel haben viele Gemeinsamkeiten. Sie ergänzen sich gegenseitig, da sie durch etliche physiologische Prozesse, mit einer zentralen Rolle in der Proteinsynthese, verbunden sind. In Proteinen findet sich auf 15 Atomen Stickstoff ein Atom Schwefel. Das bedeutet, dass das gewöhnliche N:S Verhältnis in den meisten Kulturen 15:1 ist. Dieses kann bei manchen Kulturen jedoch auch wesentlich enger sein (z.B. Raps). Nach dem „Gesetz vom Minimum“ induziert ein Überschuss an Stickstoff einen Schwefelmangel und ein Schwefelmangel limitiert die Aufnahme von Stickstoff. Daher ist eine ausreichende Schwefelversorgung notwendig für eine effiziente Aufnahme des gedüngten Stickstoffs.
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Abbildung 1: Versuchsergebnisse auf einem Standort mit deutlichem Schwefelmangel. Dieses Beispiel zeigt, dass mit N+S (DASA) oder sogar mit ausgewogener Düngung (COMPLEX NPK+S) auch auf Mangelstandorten gute Erträge möglich sind.
Welche schwefelhaltigen Dünger eignen sich für die Frühjahrsdüngung?
Je nach Pflanzenentwicklung vor dem Winter liegt die N-Menge zur 1. Gabe bei 40–70 kg N/ha (für Raps teilweise höher). Gut entwickelte Bestände erhalten die niedrigere N-Menge, während schwache Bestände intensiver angedüngt werden. Wurde P und K bereits im Herbst gedüngt, erfolgt die Andüngung mit Stickstoff und Schwefel.
LAT Nitrogen bietet hierfür folgende Produkte an:
· DusLAS (nur in Österreich)
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