Bewerbung der Kampagne "Wir sind gerne Bä

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Mehr Wertschätzung für Bauernschaft

Mit einer neuen Kampagne will der OÖ Bauernbund sichtbar machen, was Bäuerinnen und Bauern täglich leisten. Zudem werden faire Preise und weniger Bürokratie für die landwirtschaftlichen Betriebe gefordert.

Es sind Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern, die tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Sie sichern die regionale Lebensmittelversorgung, pflegen die Kulturlandschaft, erhalten den ländlichen Raum lebendig und übernehmen Verantwortung für Umwelt und kommende Generationen. Mit einer neuen Kampagne will der OÖ Bauernbund die Leistungen der Landwirtschaft ins Licht der Öffentlichkeit rücken und einfordern was längst überfällig sei – mehr Wertschätzung und faire Rahmenbedingungen. „Wir sind gerne Bäuerinnen und Bauern“, sei nicht nur ein Slogan, sondern vielmehr ein selbstbewusstes Bekenntnis zu einem Beruf, der die Gesellschaft täglich trägt – oft still, oft selbstverständlich, aber immer unverzichtbar. „Es gibt viele gute Gründe, warum wir unseren Beruf mit Überzeugung ausüben. Wir Bäuerinnen und Bauern produzieren und versorgen die Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln und darauf können wir stolz sein“, betont Landesobfrau Michaela Langer-Weninger.

Schleuderpreise im Handel stoppen

Hohe Auflagen, steigende Erwartungen und ein gnadenloser Preisdruck setzen aktuell vielen Betrieben stark zu. „Österreichische Qualitäts-Lebensmittel zu Schleuderpreisen ‚verscherbeln‘ und gleichzeitig hohe Tierwohl- und Umweltstandards fordern – das geht sich nicht aus, da sagen wir: Stopp“, so Langer-Weninger, die daher auch die bundesweite Initiative „Schleuderpreise stoppen“ unterstützt. Denn Daueraktionen, Lockangebote und Preiskämpfe im Handel – etwa bei Fleisch, Milch oder Getreide – würden die wirtschaftliche Basis der Betriebe und damit auch die Versorgungssicherheit im Land untergraben.

Bürokratie abbauen

Ein zentrales Anliegen der bäuerlichen Interessenvertretung sei die spürbare Entlastung der Betriebe von überbordender Bürokratie. Viele Landwirte würden hier längst an ihre Grenzen stoßen. „Was die Bauernschaft in der täglichen Arbeit am meisten belastet, ist die ständig wachsende Bürokratie“, erklärt Direktor Wolfgang Wallner, der daher fordert: „Wir brauchen eine massive Vereinfachung der administrativen Vorgaben.“

Bäuerliche Vertretung auf allen Ebenen

Aktuell werden die Funktionäre in den Ortsgruppen und ab März in den Bezirken gewählt, im Juni folgt die Landesebene. „Unsere Funktionärinnen und Funktionäre sind die Stimme der Bäuerinnen und Bauern – insbesondere auf Gemeindeebene“, unterstreicht Wallner. Gerade dort, wo viele Entscheidungen mit direkter Auswirkung auf die Landwirtschaft getroffen werden, braucht die Landwirtschaft starke Vertreter. „Es ist entscheidend, dass wir von der Orts-, Bezirks- und Landesebene in allen Gremien präsent sind“, so Wallner.

Die Weichenstellungen reichen jedoch noch weiter: Bereits jetzt werde mit Blick auf die Landwirtschaftskammerwahl 2027 gearbeitet. Ziel sei es, frühzeitig personell und inhaltlich gut aufgestellt zu sein, um die Interessen der Bäuerinnen und Bauern wirksam vertreten zu können. „Wir wollen nicht nur Forderungen stellen, sondern gemeinsam praxisnahe Lösungen erarbeiten – für stabile Rahmenbedingungen, für Wertschätzung und für den Erhalt unserer bäuerlichen Vielfalt. Die Kampagne ‚Wir sind gerne Bäuerinnen und Bauern‘ zeigt genau das: Landwirtschaft ist mehr als ein Beruf – sie ist Leidenschaft, Verantwortung und Zukunftsgestaltung“, erklärt Langer-Weninger.