V.l.n.r. Landesrat Christian Gantner, LK-Vizepräsidentin Andrea Schwarzmann, LK-Vizepräsidentin Elisa Schlachter und LK-Präsident Josef Moosbrugger

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Startschuss für die LK-Wahl

Von 21. Februar bis 6. März sind Bauern hierzulande aufgerufen, ihre Standesvertretung zu wählen. LK-Präsident Josef Moosbrugger und seine Stellvertreterinnen erklärten diese Woche, mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten der Bauernbund als größte der antretenden Fraktionen diesmal ins Rennen geht.

Gut 14.600 Mitglieder erhalten bis Mitte Februar Post von der LK. In einem Brief werden sämtliche Wahlunterlagen inklusive Stimmzettel für die LK-Wahl von 21. Februar bis 6. März übermittelt. „Wie bei den letzten LK-Wahlen 2021 wird die Wahl ausschließlich als Briefwahl durchgeführt“, informiert man in Bregenz. Die postalisch übermittelten Stimmzettel sind auszufüllen und müssen demnach bis 6. März um 18 Uhr bei der Wahlkommission eingelangt sein. Sowohl eine persönliche Abgabe bei der Wahlkommission als auch eine Übermittlung per Post sind möglich. Die Ergebnisse für die kommenden fünf Jahre stehen dann am 7. März fest.

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Wie schon vor fünf Jahren erfolgt der Urnengang wieder ausschließlich per Briefwahl.

Wahlkampfauftakt des Bauernbundes

Der Bauernbund, der gegenwärtig 16 der 19 Sitze in der Vollversammlung stellt und beim Urnengang 2021 nochmals Zugewinne verzeichnete, präsentierte dieser Tage sein Team und das Programm für die kommende Periode. Unter dem Motto „Klare Haltung. Starke Vertretung.“ stellte Spitzenkandidat und LK-Präsident Josef Moosbrugger gemeinsam mit den LK-Vizepräsidentinnen Andrea Schwarzmann (Sektion Land- und Forstwirte) und Elisa Schlachter (Spitzenkandidatin, Sektion Dienstnehmer) ihre Leistungen und Ziele vor. Auch Agrarlandesrat Christian Gantner hob die konstruktive Zusammenarbeit samt weiteren Plänen hervor und appellierte an die LK-Mitglieder, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Wir leben in höchst herausfordernden Zeiten, in denen die Leistungen unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe für die Sicherheit der Bevölkerung verstärkt an Bedeutung gewinnen. Es ist ein ständiges Ringen um praktikable Rahmenbedingungen, ein angemessenes Einkommen und echte Zukunftsperspektiven für unsere land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe – im Sinne aller“, betonte Moosbrugger, der bekanntlich auch in Wien die Geschicke in der LK Österreich leitet.

„Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren viel für unsere Land- und Forstwirtschaft und somit unser Ländle erreichen. Dazu zählen etwa der österreichweit höchste Anteil an Landesmitteln für die bäuerlichen Familien, zahlreiche Entlastungs- und Unterstützungspakete, um Marktturbulenzen abzufedern, ein zusätzlicher, bundesweiter Waldfonds, bessere Entnahmemöglichkeiten beim Wolf, mehr Anreize für den Alpauftrieb sowie neue Absatzchancen durch den Schlachthofbau“, hob Moosbrugger einige Beispiele aus seiner Bilanz hervor. „Nichtsdestotrotz bleiben die Herausforderungen auf allen Ebenen enorm“, ergänzte Moosbrugger in Richtung GAP, Bürokratielast oder etwa das Thema TBC-Bekämpfung.

Beutegreifer und TBC als Herausforderungen

Auf Landesebene kann sich Moosbrugger auch der Unterstützung durch Christian Gantner sicher sein:„Josef Moosbrugger ist ein harter, aber fairer Verhandler mit Handschlagqualität. Seine Erfahrung, Geradlinigkeit und politische Vernetzung mit direkten Zugängen zu Entscheidungsträgern im Land, in Wien und Brüssel machen ihn gemeinsam mit seinem starken Team zu einer kraftvollen Stimme für die Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft.“ Zu gemeinsamen Schwerpunkten mit der LK zählen aktuell die Novellierung des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung, eine sorgsame Budgetpolitik, die nicht bei den Bauernfamilien, sondern an der Struktur spart, sowie praktikable Lösungen bei Wolf, Biber oder Kormoran, so Gantner. Auch die Bekämpfung der Rinder- und Rotwild-TBC bleibe höchst herausfordernd und erfordere vollsten Einsatz und entschlosseneres Handeln, betonte der Landesrat.

Auch Moosbruggers Vizepräsidentinnen wollen in der kommenden Periode (wieder) Akzente setzen. Für Andrea Schwarzmann, die neben ihrer Tätigkeit als Landtagsabgeordnete und LFI-Obfrau erneut ins Rennen um die LK-Führung geht, ist klar: „Wichtig ist auch die konkrete Unterstützung der Betriebe durch Bildung, Beratung und praxisnahe Programme zur fachlichen Weiterentwicklung und Absicherung der Höfe.“

Das Team der Dienstnehmersektion wird heuer erstmals von der neuen LK-Vizepräsidentin und Gärtnermeisterin Elisa Schlachter angeführt. „Unsere Berufe in und mit der Natur gehören nicht nur zu den schönsten, sondern sind auch hart und verdienen entsprechende Anerkennung, faire Bezahlung und verlässliche Bedingungen“, so Schlachter, die im Dezember auf Langzeit-Vize Hubert Malin folgte. Besonders wichtig sei ihr, junge Menschen für die Berufe der Land- und Forstwirtschaft zu begeistern und gute Ausbildungswege zu sichern. „Wer in dieser Branche arbeitet – vom Lehrling bis zur erfahrenen Fachkraft – soll spüren, dass sich Leistung auszahlt und Zukunftsperspektiven bietet.“

Der LK-Präsident unterstrich vor Journalisten indes, was den Vorarlberger Bauernbund aus seiner Sicht auszeichne: „Unsere Stärke ist, dass wir nicht nur aus der Praxis kommen und die Anliegen aus erster Hand kennen. Vielmehr unterscheidet uns von anderen auch klar, dass wir das Netzwerk haben, um politische Mehrheiten in Parlamenten zu erreichen, und etwas umsetzen können. Das haben wir laufend bewiesen und wollen wir auch weiter tun.“