Erdäpfel

Copyright © dongdong1 - Pixabay

Kartoffelmarkt KW 09/'26: Überangebot belastet Preise

Die Situation am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleibt angespannt. Der Absatz im Inland läuft zwar auf gut durchschnittlichem Niveau, jedoch kann das anhaltende Überangebot in den Lägern damit nur unwesentlich verringert werden. Bei den für die Marktentlastung dringend notwendigen Exporten fehlt es an Schwung. Um die ohnehin mäßigen Absatzchancen in Osteuropa konkurriert heuer ganz Mittel- und Westeuropa. Bei den Vermarktern macht sich damit langsam Unruhe breit. Mit den frühlingshaften Temperaturen dürfte sich zudem die Qualitätsproblematik weiter verschärfen. Die Erzeugerpreise verharren auf dem Niveau der Vorwochen. In Niederösterreich wird für Vertragsware und für Premiumqualitäten bis zu 20 EUR/100 kg bezahlt, wobei Risikoabschläge und Abzüge für Logistikaufwände sowie Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. Für freie Ware liegen die Preise deutlich darunter. Aus Oberösterreich wird ein unverändertes Preisniveau von bis zu 15 EUR/100 kg genannt.

Hohe Lagerbestände belasten Markt

Auch am deutschen Speisekartoffelmarkt zeigen sich weiterhin kaum nennenswerte Änderungen. Die Nachfrage wird für die Jahreszeit als weitgehend normal bis eher verhalten beschrieben. Werbeaktionen im LEH sorgen zwar für kurzfristige Belebung, ohne den Markt jedoch nachhaltig zu entlasten. Auf der Angebotsseite bleibt das Volumen vermarktungsfähiger Speiseware hoch. Mit zunehmender Lagerdauer nimmt die Qualität der Knollen ab und die Aussortierungen aufgrund von Druckstellen nehmen zu. An den Überkapazitäten ändert dies aber nur wenig. Infolgedessen blieben die Erzeugerpreise für gute Qualitäten im Bundesmittel in der vergangenen Woche weiterhin bei 13 bis 15 EUR/100 kg. Die Hoffnung vieler Erzeuger auf Lageraufschläge zum Saisonende schwinden damit zunehmend, da sich keine wesentliche Trendwende am europäischen Markt abzeichnet.