Erdäpfel

Copyright © dongdong1 - Pixabay

Kartoffelmarkt KW 08/'26: Nachfrage bleibt verhalten

Die Situation am österreichischen Speisekartoffelmarkt spitzt sich Mitte Februar weiter zu. Mit der fortgeschrittenen Vermarktungssaison steigt bei vielen Lagerhaltern der Wunsch, ihre Vorräte nun zügig abzubauen. Die Qualitätsprobleme bewegen sich bislang zwar noch im bisherigen Rahmen. Die Sorge um einen steigenden Anteil an Absortierungen bleibt jedoch bestehen, und die Nervosität auf der Abgeberseite steigt. Die Inlandsnachfrage gestaltet sich im umsatzmäßig eher ruhigen Februar dank laufender Aktionen im LEH durchaus zufriedenstellend. Im Export gibt es dagegen nur überschaubare Abschlüsse. Preislich gab es zuletzt keine Änderungen. In Niederösterreich wird für Vertragsware und für Premiumqualitäten noch bis zu 20 EUR/100 kg bezahlt, wobei Risikoabschläge und Abzüge für Logistikaufwände sowie Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. Für freie Ware werden deutlich niedrigere Preise genannt. In Oberösterreich blieb das Preisniveau stabil bei 15 EUR/100 kg.

Deutsches Angebot übersteigt Bedarf

Am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt das Ungleichgewicht ebenfalls bestehen. Nach wie vor übersteigt das verfügbare Angebot an Speiseware den Bedarf. Trotz spürbar steigender qualitätsbedingter Absortierungen bleibt die Warenverfügbarkeit hoch. Die Nachfrage im Inland läuft stetig auf saisontypisch ruhigem Niveau. Daran ändern immer wieder stattfindende Aktionen im LEH nur wenig, und auch im Export gibt es weiterhin nur überschaubare Absatzmöglichkeiten. Entsprechend verharrten die Erzeugerpreise auf niedrigem Niveau. Im Bundesmittel lagen die Preise für gute Qualitäten zuletzt bei 13 bis 15 EUR/100 kg. Daran dürfte sich kurzfristig kaum etwas ändern, da weder eine Belebung der Nachfrage noch eine spürbare Reduzierung des Angebots erwartet wird.