Erdäpfel

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Kartoffelmarkt KW 06/'26: hohe Lagerbestände

Die Situation am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleibt tendenziell angespannt. Nach wie vor liegen in den heimischen Lägern mehr als ausreichend Speisekartoffeln, die auf Vermarktung warten. Daran ändert auch der für die Jahreszeit gar nicht so schlechte Inlandsabsatz und die qualitätsbedingt steigenden Absortierungen nicht wirklich etwas. Im Export blieben die Absatzmengen zuletzt überschaubar. Strenges Winterwetter und noch vorhandene Vorräte in den potenziellen Zuschussregionen bremsen die Geschäfte. Die Erzeugerpreise wurden daher eine weitere Woche auf unverändertem Niveau fortgeschrieben. In Niederösterreich werden für gute Qualitäten bis zu 20 €/100 kg bezahlt, wobei Abzüge für Logistikaufwände und Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. In Oberösterreich liegt man mit der Vermarktung der Lagerware weitgehend im Plan, und das Preisniveau blieb mit 15 €/100 kg stabil.

Nachfrage bleibt stabil

Das Angebot am deutschen Speisekartoffelmarkt wird aktuell als gut ausreichend bis erdrückend beschrieben. Auch wenn mit steigender Lagerdauer der Absortierungsanteil sukzessive zunimmt, hat dies bislang keine nennenswerten Auswirkungen auf die insgesamt verfügbaren Mengen. Die Nachfrageseite zeigt sich am Inlandsmarkt zwar auf einem durchaus zufriedenstellenden Niveau. Dennoch können die noch vorhandenen Lagervorräte bis zur neuen Saison nicht ansatzweise hier untergebracht werden. Hoffnung ruht auf dem Exportgeschäft, das aktuell noch recht überschaubar läuft. Jedoch gibt es in diesem Jahr viele Anbieter aus anderen Ländern, die ebenfalls vor ähnlichen Problemen stehen und dringend Absatzmärkte suchen. Vor diesem Hintergrund blieben die Erzeugerpreise unverändert auf dem Vorwochenniveau. Über weitere Lageraufschläge wird kaum diskutiert. Die Preise für gute Qualitäten lagen im Bundesmittel somit weiterhin bei 13 bis 15 EUR/100 kg.