Verleihung der Erbhoftafel an bäuerliche Betriebe

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21 neue Erbhöfe in Oberösterreich

Seit mindestens zwei Jahrhunderten in Familienhand: Auszeichnung für gelebte Tradition, Verantwortung und nachhaltige Landwirtschaft in Oberösterreich.

Ein Erbhof ist mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb – er ist ein Versprechen über Generationen hinweg. Getragen von Mut, gewachsen durch Fleiß, gelenkt von Weitblick und geprägt durch Zusammenhalt.

Die Oö. Landesregierung würdigt mit dem Ehrentitel „Erbhof“ jene landwirtschaftlichen Betriebe, die seit mindestens 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet und an die nächste Generation weitervererbt werden. „Erbhöfe zeigen, wie eng Tradition, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stärke verbunden sind. Sie leben von und mit der Natur. Dabei bewahren sie Kultur und Wissen, sichern hochwertige Lebensmittel und stärken regionale Kreisläufe. Unsere Bäuerinnen und Bauern bilden das Fundament eines starken Standorts Oberösterreich – verwurzelt in der Heimat und zugleich mit Blick auf eine stabile, lebenswerte Zukunft“, betont Michaela Langer-Weninger. Gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer erhob Oberösterreichs Agrarlan­desrätin vergangene Woche 21 weitere landwirtschaftliche Familienbetriebe aus dem Land ob der Enns in den Erbhof-Stand.

Historie

Seit 1931 werden landwirtschaftliche Betriebe von der Oö. Landesregierung – basierend auf dem Oö. Erbhöfegesetz – mit dem Titel Erbhof ausgezeichnet. Mittlweile tragen genau 6.299 Familienbetriebe in Oberösterreich diese Auszeichnung. Das sind etwa ein Fünftel aller landwirtschaftlichen Betriebe im Land ob der Enns.

Höfe, die Geschichte schreiben

Bei den würdigen Feierlichkeiten im Linzer Landhaus betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Seit Jahrhunderten tragen unsere bäuerlichen Familien Verantwortung für Natur, Umwelt und das Wohl unserer Gesellschaft. In all dieser Zeit haben unsere Bäuerinnen und Bauern die Tradition bewahrt, aber nie den Blick für die Zukunft verloren. Die Auszeichnung ist Symbol für Arbeit und Leistung, für das Zusammenstehen als Familie und als Betrieb, für den Erhalt und die Weitergabe von Wissen, von Werten und von Traditionen. Wir stehen hinter unseren bäuerlichen Familienbetrieben, sie sind die Ernährer, die Gestalter und die Macher des ländlichen Raumes.“

Auch heuer stellt das Land OÖ wieder 95 Millionen Euro bereit, um die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft zu fördern – von der Lebensmittelproduktion bis hin zum Naturschutz. Knapp ein Drittel davon ist speziell für zukunftsweisende Agrar-Investitionen und Forschungsprojekte vorgesehen. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stehen wir fest an der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern“, so Langer-Weninger.

Ausgezeichnete Betriebe

Bezirk Eferding

Hinzenbach: Thomas EDLMÜLLER, vlg. Michlmayrgut; Franz ESCHLBÖCK, vlg. Edtmayr in Sperneck; Friedrich HEHENBERGER, vlg. Lehnergut; Joachim JUNGREITHMEIER, vlg. Garbergut; Kurt und Elisabeth SCHÖLNBERGER, vlg. Haimgut; Herbert WAGNER, vlg. Behamgut

Bezirk Gmunden

St. Konrad: Anton BUCHEGGER, vlg. Oberriedl

Bezirk Grieskirchen

Peuerbach: Christian MALLINGER, vlg. Wastlbauer

Bezirk Schärding

Raab: Martin HINTERMAYR, vlg. Witraunmühle

Bezirk Steyr-Land

Aschach/Steyr: Franz GARSTEN­AUER, vlg. Brandstetter

Bezirk Urfahr-Umgebung

Feldkirchen/D.: Wolfgang und Beate AIGNER, vlg. Zehetnergut; Franz und Christa KLINGINGER, vlg. Schuster

Steyregg: Anton BRÜCKL, vlg. Lehner; Florian BURGER, vlg. Brauner; Andreas HAMETNER, vlg. Panagl z‘Plesching; Armin HAMETNER, vlg. Steininger; Karl HUBER, vlg. Gassner; Dietmar PUCHNER, vlg. Hüttenbauer

Bezirk Vöcklabruck

Frankenmarkt: Josef und Theresia WINTER, vlg. Wintergut

Wolfsegg/Hausruck: Stefan und Martina ENNSER, vlg. Holzinger

Bezirk Wels-Land

Schleißheim: Franz PACHNER, vlg. Helmesbergergut