Seit dem 15. Jahrhundert wird das Gauder Fest in Zell am Ziller gefeiert und zählt seit 2014 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Rund 30.000 Besucher, über 20 Musikkapellen und etwa 90 Gruppen aus dem Alpenraum zieht es jedes Jahr in die Region. Um dem kulturellen Anspruch gerecht zu werden, entwirft jeder Jahr ein Tiroler Künstler das Plakatmotiv für das Gauder Fest neu. Der 1940 in Innsbruck geborene Künstler Anton Christian hat für das Gauder Fest 2026 ein ausdrucksstarkes Motiv eines Tux-Zillertaler Rindes in Acryl gestaltet, das heuer im Mittelpunkt einer eigenen Schau steht.
Die Rasse Tux-Zillertaler steht dabei in besonderer Verbindung zum Zillertal und dem Gauder Fest. Traditionell ließ man die Kühe beim „Kuhstechen“ gegeneinander antreten, auch auf dem Fest. Die Kühe machten auch untereinander aus, wer die besten Weiden bekam. Behauptete sich eine Kuh gegen ihre Artgenossin, ging diese ihr während der ganzen Almsaison aus dem Weg. Seit den 1950er-Jahren findet das Kuhstechen nicht mehr statt.
Christian Moser, Zuchtleiter der Rinderzucht Tirol, setzt sich dafür ein, dass die als älteste Rasse Tirols geltenden Rinder zum immateriellen Unserco-Weltkulturerbe wird: "Gerade läuft die Antragstellung um Aufnahme der Tux-Zillertaler Zucht. Umso mehr ist dieses von Künstler Anton Christian gelungene Plakatmotiv ein starkes Zeichen von den Verantwortlichen des Gauderfestes. Gerade die Tiroler Urrasse der Tux-Zillertaler hat aufgrund ihrer über 200-jährigen Geschichte einen enormen kulturellen Wert im Besonderen für das Zillertal, aber auch für das Land Tirol."
Inspiration
Die Rinderzucht inspirierte vielerorts Künstler zu ihren Werken. So etwa auch den bekannten Tiroler Max Weiler, ein Maler der zeitgenössischen Kunst. Max Weiler hinterließ rund 1.600 Gemälde und 40 großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum und ein knapp 3.500 Arbeiten umfassendes zeichnerisches Werk. Eines davon ziert den Eingangsbereich im Agrarzentrum in Imst aus dem Jahr 1958. Das Wandbild "Arma Christi mit Stier" zeigt Symbole des Sieges über Sünde und Tod. Es ist ein Mosaik aus glasierten Keramikplatten mit ca. 7 x 6 Meter.
Copyright © Christian Moser
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