Auf der durch Niederösterreichs LH-Stv. Stephan Pernkopf eröffneten Schau zeigen seit Donnerstag rund 240 Aussteller auf 18.000 Quadratmetern ihre Neuheiten. Dazu kommen an allen Messetagen Fachvorträge und die Möglichkeit, Weine (gegen einen Unkostenbeitrag) zu verkosten.
Gleich am Eröffnungstag vergab die Messe in Kooperation mit der BauernZeitung und der Fachzeitschrift Der Winzer den Austro Vin Award. Der vom südsteirischen Künstler Wolfgang Garofalo gestaltete Preis holt die besten Innovationen vor den Vorhang und gilt als der wichtigste der hiesigen Branche. Die Sieger sind:
Weinbau: „Helios Wine“ – Hofstaetter Technologies
Obstbau: „Spritzengel“ –greenhive GmbH
Kellereitechnik: „Bioreaktor LEV 2050“ – Richard Wagner GmbH + Co. KG Kellereibedarf
GoLow Alkoholreduktionsanlage“ – Sengl-Pridt GmbH
Nachhaltig Austria: Weingüter Mariel, Preschitz und Stift Klosterneuburg.
Nachfolgend ein Überblick über die ausgezeichneten Neuheiten der Branche, was sie ausmacht und was sich die Wein- und Obstbauern im Land davon erwarten dürfen.
Spätfrostschutz durch Heizung und Abdeckung
Durch den Klimawandel treiben Weinreben früher aus und die Rebblüte findet frühzeitig statt. Kommt es dann zu Frösten, werden die Pflanzen in ihrer Entwicklung gestört. Viele Technologien haben bisher beim Frostschutz nur unzureichende Ergebnisse erzielt. Die mit dem Austro Vin Award ausgezeichnete Innovation Helios Wine von Hofstaetter Technologies soll bei Strahlungsfrost und auch bei Windfrost funktionieren, und das bei vergleichsweise geringem Energieeinsatz. Die Technologie ist für hochwertige Lagen interessant und eine Weiterentwicklung der elektrischen Kordonheizung – zusätzlich wird eine Rebenabdeckung mittels Klettverschluss angebracht.
Copyright © Hofstaetter Technologies
Schutz vor Spätfrost mit Helios Wine von Hofstaetter Technologies
Pflanzenschutz auf neuem Level
Pflanzenschutz kann bei schlechten Witterungsbedingungen insbesondere in Steillagen oft nicht zeitgerecht durchgeführt werden, ist gefährlich und kann zu Bodenverdichtungen führen. greenhive präsentiert mit dem Spritzengel einen leichten hangtauglichen Geräteträger mit elektrischem Antrieb und Wechselakku, der ohne Bedienpersonal auf der Maschine auskommt. Die Obstbauvariante hat einen 300-Liter-Spritztank, die Weinbauvariante für größere Steigungen fasst 200 Liter. Daraus ergibt sich ein maximales Gesamtgewicht (mit gefülltem Tank und Akkus) von nur ca. 700 Kilogramm bzw. unter 600 Kilogramm. Der Spritzengel ist seit 2021 als ferngesteuerte Spritze im Testlauf. Die Autonomie soll heuer im Sprüheinsatz getestet und Ende des Jahres Teil des Serienproduktes sein.
Copyright © greenhive
Pflanzenschutz mit dem elektromechanischen Spritzengel von greenhive
Für moderaten Alkoholgehalt
Der Klimawandel hat in den vergangenen Jahren vermehrt zu schwereren Weinen geführt, die teils schlecht vermarktbar sind. Die GoLow Alkoholreduktionsanlage von Sengl-Pridt ermöglicht leichtere (Weiß-)Weine. Das Membransystem basiert auf osmotischer Destillation mittels hydrophobem Membrankontaktor. Der Prozess gilt als hochselektiv und schonend. Das GoLow-System ist seit Anfang 2025 als Kaufoption verfügbar und wird bereits im Lohnverfahren in Österreich angeboten.
Copyright © Sengl-Pridt
Die GoLow Alkoholreduktionsanlage von Sengl-Pridt für leichtere Weine
Ein besonderer Reaktor für größere Betriebe
Der Bioreaktor von LEV 2050 wird von Kellereibedarf Richard Wagner vertrieben. Das Gerät ermöglicht die gezielte Vermehrung von Reinzuchthefen und indigenen Hefen (Spontangärung) für die alkoholische Gärung und von Bakterien für den Biologischen Säureabbau (BS). Die Technologie basiert auf einem geschlossenen System mit Temperaturkontrolle, Durchmischung, Belüftung mit Sterilluft und vollautomatischer Prozesskontrolle. Sie ist für größere Betriebe interessant.
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Bioreaktor LEV 2050, eingereicht von Richard Wagner Kellereibedarf
Drei Betriebe sind besonders nachhaltig
Das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ gibt Winzern die Möglichkeit, die Nachhaltigkeit ihrer Wirtschaftsweise beurteilen und zertifizieren zu lassen. Dabei stehen Reduktion von Treibhausgasen, Ressourcenschonung, umweltschonende phytomedizinische Maßnahmen und Nährstoffversorgung der Rebe sowie soziale und ökonomische Maßnahmen im Mittelpunkt. Besonders überzeugt haben diesmal Weingut Mariel in Wulkaprodersdorf (Bgld.), Weingut Preschitz in Neusiedl am See (Bgld.) und Weingut Stift Klosterneuburg (NÖ). Die dort gesetzten Maßnahmen reichen von der Pflanzung von zahlreichen Wildobstbäumen und Montieren von Falkenstangen über Photovoltaik und Wiederverwendung von Flaschen bis hin zur Nutzung des Grünflächenaufwuchses mit Schafen.
Copyright © agrarfoto.com; Nachhaltig Austria
Nachhaltig Austria: Weingüter Mariel, Preschitz und Stift Klosterneuburg haben besonders überzeugt.
Austro Vin Tulln noch bis Samstag geöffnet
• 29. bis 31. Jänner, jeweils
9 Uhr bis 17 Uhr
• Reguläre Eintrittspreise: 15 Euro für Online-Ticket, 16 Euro an der Tageskasse
• Weitere Infos: austro-vin.at
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