Bei der 23. Wertholzsubmission in St. Florian standen vergangenen Freitag erneut die wertvollsten Laubholzstämme Oberösterreichs im Rampenlicht. Mehr als 1.000 ausgesuchte Stämme wurden präsentiert und vermarktet – mit einem fulminanten Ergebnis. Die „Braut“ der Submission – eine knapp 200 Jahre alte Eiche aus dem Innviertel – erzielte 2.669 Euro pro Festmeter und brachte dank seines außergewöhnlichen Volumens insgesamt über 10.000 Euro ein.
Holzmoar: „Wie ein Lotto-Sechser"
Die begehrte Auszeichnung „Holzmoar“ samt „Goldener Axt“ ging damit an Markus Raschhofer aus Hohenzell. Seine Eiche erzielte das höchste Gebot der Submission. Der Stamm stand nicht direkt im Wald, sondern an einer angrenzenden „Leiten“, misst vier Meter Länge und weist einen beeindruckenden Mittendurchmesser von 110 Zentimetern (ohne Rinde) auf. Das ergibt ein Volumen von 3,8 Festmetern. „Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass der Stamm einen so hohen Erlös einbringen wird. Das ist wie ein Lotto-Sechser für einen Forstwirt“, freute sich Raschhofer bei der Preisverleihung.
Eichenpreis weiter im Aufwind
Insgesamt wurden bei der diesjährigen Submission 1.015 Laubholzstämme mit knapp 1.500 Festmetern Wertholz verkauft. Der Durchschnittserlös über alle Baumarten war heuer mit 781 Euro pro Festmeter „so hoch wie noch nie“.
Circa 80 Prozent der angebotenen Holzmenge entfiel auf Eiche. „Der durchschnittliche Eichenpreis lag bei 885 Euro pro Festmeter und damit um fünf Prozent höher als im Vorjahr“, so Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger. Vor fünf Jahren lag der Durchschnittserlös bei der Trendbaumart noch bei etwa 500 Euro – eine Entwicklung, die selbst unter Berücksichtigung der Inflation bemerkenswert ist.
246 Stämme erzielten Gebote von über 1.000 Euro pro Festmeter, darunter allein 229 Eichen. Acht Stämme überschritten sogar die Marke von 2.000 Euro. „Damit erreichte circa ein Viertel des gesamten Angebots Preise jenseits der 1.000-Euro-Grenze. Das zeigt, wie lohnend die gezielte Suche nach hochwertigen Laubholzstämmen sein kann – idealerweise gemeinsam mit einem Waldhelfer“, betonte Waldverbands-Obmann Franz Kepplinger.
Kubatur ebenso wichtig wie der Preis
Nicht nur der Preis pro Festmeter ist ausschlaggebend, sondern auch das Volumen eines Stammes. Viele Stämme bringen aufgrund ihrer Kubatur mehrere Tausend Euro ein – selbst bei moderateren Geboten. „Eine gezielte, gut geplante Laubholzbewirtschaftung kann für bäuerliche Waldbesitzer sehr ertragreich sein“, betonte Kepplinger.
Neben der Eiche waren auch andere „Gustostückerl“ vertreten: Insgesamt 15 Baumarten wurden angeboten, darunter heuer auch eine Ulme in herausragender Qualität. Die Laubholzsubmission bestätigt damit einmal mehr ihren Stellenwert als wichtige Plattform für hochwertige Hölzer der bäuerlichen Waldbesitzer.
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