Wie attraktiv die Chance ist, Arbeitsabläufe zu optimieren und gleichzeitig die zeitliche Flexibilität zu erhöhen, spiegelt sich deutlich in den neuesten von Rinderzucht Austria zur Verfügung gestellten Zahlen wider: Allein im Jahr 2025 wurden auf heimischen Kontrollbetrieben 194 neue Roboter installiert – ein Zuwachs von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Damit sind österreichweit bereits auf 2.195 Betrieben Roboter im Einsatz. Auch bei der Anzahl der gemolkenen Tiere wurde eine neue Marke überschritten: Fast 120.000 Kühe werden mittlerweile automatisch gemolken. Das entspricht bereits 26,7 Prozent aller Kontrollkühe in Österreich. Im Durchschnitt melkt eine AMS-Anlage rund 53 Kühe.
Regional betrachtet zeigt sich eine besonders starke Verbreitung in Oberösterreich. Dort sind bereits auf 900 Betrieben AMS-Anlagen im Einsatz – ein Plus von 7,7 Prozent. Mit einem Anteil von 38 Prozent an allen Kontrollkühen in Oberösterreich hält das Bundesland die größte Melkroboterdichte in Österreich. 900 AMS-Systeme gibt es dort. Es folgen Niederösterreich mit 424 AMS-Betrieben (+11,9 %; 25,9 % Anteil der Kühe) sowie die Steiermark mit 358 Betrieben (+9,1 %; 27,6 % Anteil).
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Effizienter Datenaustausch im Rinderdatenverbund (RDV)
Parallel zur technischen Entwicklung im Stall gewinnt auch die digitale Vernetzung zunehmend an Bedeutung. „Um die Datenerfassung und -nutzung für Landwirte und Verbände zu vereinfachen und doppelte Arbeitsschritte zu vermeiden, verfügt der Rinderdatenverbund (RDV) mittlerweile über rund 100 Schnittstellen. Diese ermöglichen einen reibungslosen und standardisierten Datenaustausch mit zahlreichen Partnern“, weiß man bei Rinderzucht Austria. Dazu zählen unter anderem die AMA-Rinderdatenbank, Trächtigkeitstest- und Milchuntersuchungslabors, Sensordatenquellen, Futtermittellabors, der Datenaustauch mit Tierärzten und Klauenpflegern, den Besamungsstationen sowie mit den führenden Melktechnikfirmen. Über die RDV GmbH sind die Landeskontrollverbände zudem Mitglied im International Dairy Data Exchange Network (IDDEN), das sich der Entwicklung einheitlicher internationaler Schnittstellen verschrieben hat.
Wichtige Grundlagen für diese Vernetzung wurden bereits im Projekt D4Dairy unter der Leitung der ZuchtData geschaffen.
Mehr Flexibilität im Arbeitsalltag
Das automatische Melken soll neben Effizienzgewinnen und verbessertem Tierkomfort vor allem eines bieten: mehr zeitliche Flexibilität für die Landwirte. Starre Melkzeiten gehören der Vergangenheit an. Die Kühe suchen im besten Fall den Melkroboter selbstständig und nach ihrem natürlichen Rhythmus auf. Dadurch lassen sich Arbeitsabläufe für die Betriebsführer deutlich flexibler planen.
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